Montag, 24. August 2020

Aufräumen

hab ich zu letzt gesehen, ist glaube ich RealityTV oder so - auf Netflix. Krasser Schock: Diese Massen von Dingen, die sich die Leute angeschafft hatten, lauter Müll, der rumlag, in jeder Ecke, in jedem freien Winkel aufgetürmt wurde, für den sie Geld ausgegeben hatten und der sie nun zu ersticken drohte, sie lähmt, mit dem sie alleine nicht mehr klar kamen, weil sie diesen leeren Kram aufgeladen hatten mit Gefühl - so viel Gefühle für leblosen Scheiß. Da musste eine kleine Japanerin helfen kommen, so eine kleine Puppe, die den Leuten erzählt, wie sie es schaffen können, Berge von Kleidung und Kram wegzuschmeissen. Ich habe auch ein Buch gelesen über Psychotherapie bei strenggläubigen Menschen. Und mich gefragt, was ich als nächstes machen soll. Hast Du DIch das auch schon mal gefragt? Ich muss mich neu erfinden, irgendwie. Was machst Du gerade? Ich habe Fotos von Dir auf Instagram gesehen, das sah so aus als würde bald ein neues Stück von Dir rauskommen. wann ist es so weit? Draußen ist dieser Regen, ich finde, es riecht schon nach Herbst. vielleicht ist der Sommer jetzt vorbei. Als ich in Berlin war für das Recherche Projekt Der Körper: Wille Vorstellung und Irrtum. Habe ich festgestellt, dass ich mit den HU´s und Richmute vorallem sagen wollte: Hey, es gibt so viele Leute, die unsichtbar sind. Es wäre so einfach gewesen das zu sagen, statt dessen bin ich sehr viele Umwege gegangen. Hast Du früher davon geträumt Künstlerin zu sein? Ich habe mir das früher toll vorgestellt. Ich glaube, weil ich mir vorgestellt habe, nicht so eine langweilige Büromaus zu sein wie meine Mutter und meine Tante, die nichts kennt von der Welt ausser ihr Büro und die Leute in ihrer Wohngegend. Wenn ich mich neu erfinden will, Charlotte meinte das beste an meinen Arbeiten war die Verbindung zu bildenden Kunst. Ich fand eigentlich das Beste in letzter Zeit war der Dialog, die lecture zu zweit, zu zweit in Fahrt kommen und einen Zahn zu legen.

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