Montag, 24. August 2020
Sonntag, 16. August 2020
schön, deine Stimme zu hören!
mir ist bald nichts mehr peinlich! filme schon garnicht. das ist doch bloß eine bildungsbürgerliche attitüde! das sind die, die zu florentina gehen und versuchen distantiert zu lachen während ihnen der kalte schweiß ausbricht. ich bin sehr proletarisch aufgewachsen und habe bud spencer und terence hill rauf und runter geguckt und dabei chips und fanta … und so. ich hab sogar dornenvögel gesehen, auf meinem schwarz-weiß fernseher, den ich auf dem sperrmüll gefunden habe. heute sehe ich am liebsten horror-filme. habe ich das schon erzählt. da geht es wenigstens um was wichtiges. um tote, die zurückkehren, um sich zu rächen, um verwandte, die etwas in der vergangenheit in ordnung bringen müssen, um gewalt - meistens gegen frauen, kindder und so - um sexuellen missbrauch und kolonialverbrechen. das beste, was ich in letzter zeit gesehen habe ist BACURAU. es geht um jagd und den jäger als nekropolitische figur im kolonialen kapitalismus.
manchmal fühl ich mich auch wie so eine figur, die irgendwas in ordnung bringen muss. die generation meiner eltern waren die kinder von nazis. wie sollte es anders sein.
Dienstag, 11. August 2020
Urlaub
Samstag, 8. August 2020
schön, dass du zurück bist!
ich hab jetzt erst mal das gepostet, was ich schon kopiert hatte ... jetzt kommen ein paar antworten auf deinen post: oh ja! touch me not schauen, ausleihen- gerne! hab ich schon von gehört und jetzt will ich es auch sehen! wie war dein urlaub? außer, dass du hinterher was verstanden hast über deinen stress? ich habe einen tag urlaub am see versucht, da habe ich niesanfälle gekriegt, weil ich jetzt wohl auch noch auf beifuß allergisch bin .... warten auf das ende der pollen-saison.
ich finde die leute tanzen die ganze zeit! alle die ich sehe, tanzen vollkommen ungefragt! fast bin ich empört über diese ungezügelte tanzerei überall! am schlimmsten sind die tanzenden hunde und kinder.
tanzen ist ja eigentlich eine krankheit, aber weil so viele sie haben, vergißt man das schnell. es ist auch nicht besonders gesund. lachen soll gesundsein und atmen.
ich freu mich auf dich! klar tanzen wir uns gesund und mit nudeln auch.
ich hab der himmel über berlin gesehen gerade. voll 80er. krasse bilder. komische texte. colombo hat mitgespielt.
warten auf enden
wir warten auf das ende der krise. so wie wir die ganzen jahre auf das ende von irgendetwas gewartet haben. das ende der schicht, der kindheit, der woche, der schwnagerschaft, des studiums, der ausbildung, der krankheit, der arbeit … das ende von etwas, was man durchstehen muss. eine durststrecke, eine anstrengende zeit. etwas, was das sich anfühlt wie ein grauer dunst, der über dem leben liegt. das leben darunter verschwimmt irgendwie, es verliert an farbe und attraktivität. wie könnte man ansonsten davon lassen irgendwann? ist es das? es gibt wohl eine erinnerung daran, dass das leben sich mal wie von alleine lebte. leicht, frisch und vielversprechend.
Mittwoch, 5. August 2020
unbedingt gucken!
Positive Körperwahrnehmung
Dienstag, 28. Juli 2020
um staatsbürger*in werden zu können, muß man mehr sein als ein mensch
tot durch netflix
Woher kommt die Gewalt?
Hallo Ursina, wie geht es Dir? Ich bin gerade in Berlin und habe auf der Fahrt hierher über das Attentat von Halle gelesen. Erinnerst Du Dich noch das war an Jom Kippur. Ich greife das hier auf wegen der Gewalterfahrungsaudios, die ich aufgenommen habe, in diesem Zusammenhang fand ich das interessant.
...(..) ...Das Gericht verlas am Dienstag einen Brief, den die Mutter des Angeklagten vor einem Suizidversuch an ihre Tochter geschrieben haben soll. Darin gibt sie der Gesellschaft und dem Staat die Schuld an der Tat ihres Sohnes und äußert ähnliche antisemitische Verschwörungstheorien wie ihr Sohn vor Gericht. Der Angeklagte hatte stets beteuert, dass seine Familie nichts mit der Tat zu tun und auch nichts von seinen Plänen gewusst habe. Bei der Verlesung des Briefes starrte der Beschuldigte, der bei Befragungen sonst oft lächelt und lacht, still auf den Tisch vor sich und verschränkte die Arme. Die Eltern des Mannes werden am Mittwoch vor Gericht erwartet, wollen dem Vernehmen nach aber nicht aussagen.
Kati Lang, eine Anwältin der Nebenklage, verlas nach der Befragung des Angeklagten eine Erklärung. Darin verurteilte die Juristin die rassistischen, antisemitischen und sexistischen Aussagen des Beschuldigten scharf. Zwar möge die juristische Betrachtung, dass der Mann allein gehandelt habe, korrekt sein. Nach der Befragung ergebe sich aber ein anderes Bild: „Der Angeklagte bewegte sich in einem gesellschaftlichen Resonanzraum, insbesondere in Internetforen, die ihn inspirierten, bestärkten und über die er sich einen Nachahmungseffekt erhoffte“, erklärte Lang. „Es darf in diesem Prozess nicht der Fehler gemacht werden, die Taten dadurch zu verharmlosen, dass hier nur eine Person angeklagt ist.“
Der Angeklagte im Prozess um den antisemitischen Terroranschlag von Halle hat vor Gericht nur unwillig über seinen Werdegang und seine Familie berichtet. „Die Tat hat keinen Bezug zu meiner Familie“, sagte der 28-Jährige am Dienstag kurz nach Beginn des Prozesses. „Man fragt sich natürlich, wie man solche Taten verhindern kann, ich habe da natürlich kein Interesse dran.“ Auf Nachfragen der Vorsitzenden Richterin sagte der Mann, seine Eltern hätten sich getrennt, als er 14 oder 15 Jahre alt gewesen sei. Das Verhältnis zu beiden Eltern und Schwestern sei gut.
Sein Lieblingsfach in der Schule sei Biologie gewesen, Englisch seine Schwäche, sagte Stephan Balliet. Gute Freunde habe er nicht gehabt, er sei auch in keinem Verein gewesen. Er habe vor allem Interesse am Internet gehabt, weil man sich dort frei unterhalten könne. Nach dem Abitur habe er einen verkürzten Wehrdienst absolviert, sei sechs Monate Panzergrenadier in Niedersachsen gewesen. Er habe den Wehrdienst anstrengend und doof gefunden, es sei „keine richtige Armee“ gewesen.
Zum Studium sei er nach Magdeburg gegangen. Er habe es wegen einer Krankheit abgebrochen, habe danach keine Pläne mehr für die Zukunft gehabt und in den Tag hinein gelebt. „Nach 2015 hab ich entschieden nichts mehr für diese Gesellschaft zu tun“, sagte der 28-Jährige.
You can make it, if you really try - really? Any Rand schreibt in dem Buch, das ich gerade lese: Das Erfolgsgeheimnis totalitärer Kräfte be...
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Richmute · typische Woche Teil 2: Gewalt auf der Arbeit